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Ein Portrait: Daniela Neururer, Infrastruktur & Tierschutz

Geboren und aufgewachsen bin ich in Tirol. Seit ich denken kann, sind Tiere und ihr Schutz wichtig für mich. Der respektvolle Umgang mit unseren Haustieren wurde mir schon sehr früh beigebracht. Beruflich hat mich mein Lebensweg zunächst eher von den Tieren weggebracht: ich habe die HTL für Elektronik mit dem Schwerpunkt Technische Informatik im Abendlehrgang absolviert. Es war nach meinem Abschluss jedoch keine Arbeitsstelle in diesem Bereich in Tirol zu finden. Somit war ich gezwungen, mich zu verabschieden und neue Perspektiven zu eröffnen. In Wien wurde ich fündig – was die Arbeit angeht, jedoch als handfestes Landei wollte ich dort nicht wohnen. Somit wurde Eisenstadt meine Wahlheimat und ich wohne jetzt in einem Reihenhaus gemeinsam mit meinem Verlobten und unseren beiden Hunden. In meiner Freizeit trainiere ich meine Hunde und andere Teams im Bereich Mantrailing (Personenspürhunde).

Nach über 10 Jahren Beobachtung der Gemeindepolitik, die nicht schlecht ist, aber immer noch besser gehen kann, will ich mich für die Interessen der Eisenstädterinnen und Eisenstädter einsetzen und unsere wunderbare Stadt noch besser machen. Für mich ist es Zeit der Gemeinschaft, die mich so wunderbar aufgenommen hat, etwas zurück zu geben.

Welche Punkte sind mir wichtig?

Beim Thema Infrastruktur ist vieles offen! Für mich und viele andere, die täglich nach Wien pendeln müssen, ist eine direkte Schnellzuganbindung nach Wien eines der Hauptziele. Schon als ich vor 10 Jahren nach Eisenstadt kam und feststellen musste, dass es keinen direkten Schnellzug (max. 1 Zwischenstopp) nach Wien gibt, war ich zunächst ziemlich irritiert. Man kann von Bregenz nach Wien direkt fahren ohne umzusteigen und von einem Ort, der 50km bis zur Stadtgrenze hat, nicht? Das muss sich ändern!

Auch die Einbindung der umliegenden Gemeinden wie Müllendorf, Großhöflein, Trausdorf und Schützen in den Stadtbusverkehr könnten erhebliche Vorteile und Entlastung des „Rush hour“ Verkehrs bringen. Die Taktung sollte auch auf verschiedene Schwerpunktzeiten Rücksicht nehmen. Des Weiteren sollte der Schulbusverkehr adaptiert werden. Es gibt noch immer zahlreiche Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto oder dem Taxi zur Schule bringen müssen, weil ihre Siedlung nicht angefahren wird oder die Taktung der Busse nicht auf die Schulzeiten abgestimmt ist.

Bezüglich des etwas unkoordinierten Straßenbaus in Eisenstadt wird es einen eigenen Blog-Beitrag geben, das würde den Rahmen hier sprengen.

Die Haustierquote, insbesondere die Zahl der Hunde, ist in Eisenstadt über dem österreichischen Durchschnitt (http://datawrapper.dwcdn.net/yNRXc/1/) und nach wie vor steigend. Dementsprechend gibt es auch den Bedarf an Infrastruktur für Hundehalter. Hier stehen für mich an erster Stelle ausreichend Möglichkeiten zum Entsorgen der aufgenommenen Hundekot-Sackerln. Müllkübeln entlang vieler beliebter Spazierstrecken, wo auch erwartet wird, dass die Hundebesitzer_innen die Hinterlassenschaften ihres Vierbeiners wegräumen, sind eine Rarität. Und wenn hier Sackerl-Spender samt Müllkübel installiert werden, sollten diese mit den biologisch abbaubaren Hundekot-Sackerln versorgt werden. Es führt für mich die Sache schon etwas ad absurdum, wenn im Supermarkt Plastiksackerl „verboten“ werden und mit dem Hundekot, der an und für sich verrotten würde, Unmengen an Plastikmüll generiert wird. Es stellt sich dabei nicht die Frage des Wegräumens an sich, in Siedlungen und in der Innenstadt ist dies eine Selbstverständlichkeit!

Wenn ihr auch der Meinung seid, dass Eisenstadt frischen Westwind braucht, freue ich mich über eure Unterstützung!

Unterwegs mit meinen Hunden
Unterwegs mit meinen Hunden.