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Porträt: Conny Amon-Konrath | Spitzenkandidatin Nationalrat

09.10.2017 Anna Palkovits

Ich bin 32 Jahre alt, verheiratet, habe zwei Kinder. An meinem Arbeitsplatz in der Gleichbehandlungsanwaltschaft berate und unterstütze ich Frauen und Männer, die sich auf Grund ihres Geschlechts in der Arbeitswelt diskriminiert fühlen.
Ich bin Juristin und habe schon während meines Studiums in der Aktionsgemeinschaft und als Kuriensprecherin der Studierenden am Juridicum „Politikluft“ geschnuppert.
Ich lese gerne, wandere in den österreichischen und schweizerischen Bergen, diskutiere leidenschaftlich insbesondere Frau-Mann-Themen und bin in einer Pfarre engagiert.

 

Schluss mit Jammern, tun wir was!

Wie oft haben Sie in letzter Zeit jemanden sagen gehört „es ist doch eh alles egal, die da oben machen sich das aus“? Mir ist es nicht egal, und ich möchte aus dieser Endlosschleife ausbrechen.

Meine Anliegen sind 
1. transparentere Verfahren beim Gesetzwerdungsprozess. Das heisst stärkere Einbeziehung von Expert_innen (auch aus anderen Ländern) und Betroffenen sowie die Zurückdrängung der faktischen Macht der Sozialpartner, um Raum für neue und unkonventionelle Ideen und Sichtweisen zu machen. Ich finde wir sind es uns schuldig, die besten gesetzlichen Möglichkeiten (im Sinne von nachhaltig, zum Wohl der gesamten Gesellschaft) zu schaffen. Das Denken in Legislaturperioden und Wahlzuckerln ist mir ein Gräuel. Viel mehr Überlegungen gehören ins Parlament und dort transparent diskutiert und verhandelt.

Mein 2. Anliegen betrifft die feste Überzeugung, dass Gleichbehandlung von Frauen und Männern (oder besser Chancengleichheit) und wirtschaftliches Vorankommen sich gut vertragen, ja sich benötigen. Dazu gehört ein System- und Wertewandel in unserer Gesellschaft. Das fängt bei der Bewertung von Arbeitsplätzen (Stichwort Entlohnung von Kindergartenpädagog_innen) an und geht bis zur Abkehr vom Mythos, dass nur wer die meisten Überstunden hat der/die Beste ist. Entlohnung und berufliche Aufstiegsprozesse gehören transparent gemacht, denn es soll nach Leistung und nicht nach Geschlecht bezahlt und befördert werden. Mir geht es darum, Talent zu fördern, Beruf und Familie für Frauen und Männer vereinbar zu machen und zu zeigen, dass das „der Wirtschaft“ nicht schadet, sondern gut tut, weil zufriedene Mitarbeiter_innen einfach mehr können.

Die Zeit ist überreif für ein neues Politikverständnis, ein neues gesellschaftliches Miteinander – und für NEOS!

Porträt im ORF:

http://burgenland.orf.at/m/news/stories/2870718/