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Was hat das Rathaus Jennersdorf mit der hiesigen Bezirkshauptmannschaft gemeinsam?

Beide sind in die Jahre gekommen und beide stehen vor einer Rundumsanierung. Der große Unterschied ist jedoch, das Rathaus soll abgerissen und neu gebaut werden, die BH generalsaniert. Nicht unwesentlich ist, das Rathaus hat zu wenig Platz für seine Mitarbeiter_innen, die BH zu viel.

 

Doch Stopp, kurze Zwischenfrage: Was ist eigentlich die Aufgabe eines Rathauses?Ist dies:

1. ein für Bürger_innen leicht erreichbarer Kontaktpunkt zu Verwaltungsfragen und gleichzeitig

2. ein sinnerfüllender Arbeitsplatz für die Gemeindeangestellten um die Verwaltung sparsam und effektiv durchführen zu können

oder ist dies

3. ein Repräsentationsgebäude für das Selbstverständnis des Bürgermeisters und der scheinbar endlosen Geldmittel der Steuerzahler_innen?

 

Ich denke, alle vernünftigen Jennersdorfer wären hier einer Meinung, müssten sie für das neue Rathaus persönlich Geld in die Hand nehmen und es direkt bezahlen. Da Geld ja bekanntlich aus dem „Bundesbankomaten“ per Finanzausgleich an die Länder und dann an die Gemeinden fließt, wird die Entscheidung nicht so klar gegen einen Repräsentationsbau fallen, die Mehrheit wäre es jedoch allemal. Doch wo sollen die Gemeindebediensteten denn jetzt und am besten sofort menschenwürdige Arbeitsplätze bekommen um „gscheit“ arbeiten zu können?Somit wäre es an der Zeit die Antwort auf die Eingangsfrage nochmals zu beachten. Das Rathaus hat zu wenig, die BH zu viel Büroraum!

In der Bezirkshauptmannschaft Jennersdorf arbeiten nach letzten Informationen 28 Mitarbeiter_innen in Büros mit zusammen mehr als 700 m² Nutzfläche. Denn nach Freiwerden der Wohnflächen des ehemaligen Bezirkshauptmanns und der Auflösung der Bezirksschulinspektion, steht noch mehr Nutzfläche zur Verfügung.

Nimmt man einen Bedarf von ca. 12 m2 pro Mitarbeiter_in an, so hat die BH einen Flächenbedarf von ca. 300m². Rechnet man dazu einen großen und mehrere kleine Sitzungsräume, die mit Nebenräumen 150m² betragen mögen, dann bleiben immer noch 250m² ungenützt übrig. Damit wäre nach der Renovierung beinahe ein ganzes Geschoss leer.

Was wäre zielführender, als diese Büroflächen für die Gemeindeverwaltung von Jennersdorf zu nutzen. Derzeit stehen den ca. 10 Mitarbeiter_innen inkl. Bürgermeister im Rathaus Räumlichkeiten im Ausmaß von etwas unter 100 m² zur Verfügung. Die Übersiedelung in die halbleeren Räume der BH würde für diese somit eine Verdopplung ihrer Büro-Flächen bedeuten. Darüber hinaus ließe sich der große Besprechungsraum der BH abends als Gemeinderatssitzungssaal nutzen. Auch das geplante BH – Bürgerbüro wäre im Zuge der Planung leicht um ein Bürgerzentrum der Stadtgemeinde zu erweitern.

Die Renovierung der BH Jennersdorf stellt eine einmalige Gelegenheit für das Vermeiden von Kosten für die Stadt Jennersdorf dar. Die Kosten für ein neues Rathaus ließen sich so beinahe völlig einsparen. Jetzt kommt es nur darauf an, ob sich die Verantwortungsträger der schwarzen Stadtregierung mit der roten Landesregierung verständigen können. Wir Steuerzahler würden es der Politik danken!

Daher liebe Stadtregierung von Jennersdorf, wie wäre es eine Zeit lang in die freien Räumlichkeiten der BH zu übersiedeln und den Neubau des Rathauses noch ein wenig hinaus zu schieben.

Die Landesregierung wird daher ersucht der Gemeinde Jennersdorf die Bereitschaft zu übermitteln, dass diese gerne in den Räumlichkeiten der BH eine Bleibe finden könnten, bis die finanziellen Mittel von Jennersdorf einen Neubau des Rathauses ermöglichen würden oder, was eher zu hoffen ist, bei der dann regierenden Mehrheit die Erkenntnis greift, dass das Geld der Gemeinde sinnvoller angelegt werden könnte als in einem Repräsentationsbau.

Dass ich mit dieser Sparidee nicht alleine bin weiß ich.

Dass sich jetzt auch andere Jennersdorfer trauen diesen Gedanken offen und laut auszusprechen, das     hoffe ich.

 

Rückfragehinweis: Hannes Würkner, +43 664 3903076

 

P.S.: Falls der Einwand kommt, dass Bgm. Willi Thomas bereits im Jahr 2009 die Bevölkerung befragen ließ, wo denn das Rathaus errichtet werden sollte und man denn nicht wortbrüchig werden könnte, sei angemerkt, dass die damalige Befragung keine Volksabstimmung im Sinne des § 54 der Burgenländischen Gemeindeordnung 2003 war und daher rechtlich nicht bindend.