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WIRTSCHAFTSPOLITIK À LA NIESSL

14.11.2016 Ulli Koch

Statt gut bezahlten Arbeitsplätzen Niedrigstlohnjobs in Industrie-Tomatenfabrik

 

Frauenkirchen ist eine Schulstadt: Neben Kindergarten, Volksschule, Neuer Mittelschule und Polytechnischer Schule gibt es in Frauenkirchen ein Sonderpädagogisches Zentrum, Handelsschule und Handelsakademie. Hier werden junge Menschen sehr gut ausgebildet.


Anstatt Unternehmen zu werben, die gut bezahlte Arbeitsplätze für Absolventinnen und Absolventen dieser Ausbildungsstätten bieten, will unser Landeshauptmann eine – verbal verniedlicht als „modernes Glashaus“ – Tomatenfabrik ansiedeln. Geliefert werden überwiegend Niedrigstlohnjobs, bestimmt wird über die Köpfe der Bevölkerung hinweg.

 

Ohne Projektvorstellung, ohne Einbindung der Bevölkerung, unterstützt durch zweifelhafte Gutachten – mitten im Wasserschongebiet, jenseits von Nachhaltigkeit und CO2-Abkommen, gegen die Anliegen der UNESCO – riskiert LH Nießl vorsätzlich den Status „Weltkulturerbe“ für die Region Fertö-Neusiedler See.

„Besonders absurd wird der persönliche Einsatz des Landeshauptmanns für die 130.000m² transparenten Plastikhallen, wenn man weiß, dass der Investor in seinen bestehenden Hallen in Wallern zu einem großen Teil Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus dem EU-Ausland beschäftigt. Also genau die, gegen die der Landeshauptmann regelmäßig Stellung bezieht – aber wer kann mit einem Job für 7,90€/Stunde (rund 1000€ netto) in Österreich schon leben?“ kritisiert Ulli Koch, NEOS Landessprecherin Burgenland, die Unterstützung von ganz oben.

 

„Dieses Projekt über die Köpfe der Bevölkerung hinweg ist Sinnbild der Politik Nießls und seiner SPÖ: weit weg von sozial und demokratisch. Satt dessen ohne Rücksicht auf Verluste über andere Menschen und Meinungen drüberfahren, um für einen Unternehmer eine mit Steuergeldern subventionierte Geschäftsidee durchzudrücken.

Dabei drängt sich eine ganz wesentlich Frage auf: Was hat der Landeshauptmann davon? Und: wie viele andere Unternehmen werden dadurch in Mitleidenschaft gezogen?“
Das Argument, Tomatenproduktion in Österreich würde weniger CO2 verbrauchen als der weitere Transport aus Spanien, kann es nicht sein: Studien zeigen, dass in Wintermonaten die Produktion von Tomaten in Österreich 2-3mal mehr CO2 verursacht, als Produktion und Transport von spanischen Tomaten (klimatische Verhältnisse und Sonnenstunden machen hier den Unterschied.)

Pressereaktionen:

Wiener Zeitung

ORF Burgenland